Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung

Schlaglichter


Die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) veröffentlicht einen ausführlichen Jahresbericht, in dem sie Einblick in die tägliche Praxis der gesellschaftspolitischen Jugendbildung gibt und besondere Aktivitäten, Projekte und Impulse für die Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes vorstellt. Ausgewählte Ergebnisse für das vergangene Jahr werden im Folgenden präsentiert.

 

Die Netzwerkstellen der et entwickeln im Rahmen lokaler, regionaler und länderübergreifender Netzwerke Expertise in Praxisfeldern der außerschulischen politischen Bildung. Sie initiieren und begleiten Bildungsangebote, Fachkonferenzen, Kampagnen und Aktionen.

Neben dem Team in der Geschäftsstelle waren 2020 bundesweit 34 Kolleg*innen an 21 Standorten tätig. Sie führten trotz der besonderen Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie 350 Veranstaltungen durch, von denen 69 % aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) gefördert wurden.

 

 

Politische Jugendbildung muss in Bewegung bleiben, um aktuelle und relevante Anliegen von und für Jugendliche aufzugreifen. Die Fokusthemen bilden Kompetenz- und Tätigkeitsschwerpunkte der Evangelischen Trägergruppe ab, indem sie die Angebote im Hinblick auf aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen und Debatten der politischen Jugendbildung oder der Jugendpolitik akzentuieren. Konkrete Tätigkeiten umfassen dabei nicht nur Veranstaltungen und Projekte, sondern auch Publikationen, Methodenentwicklungen, Fortbildungsangebote und die Mitarbeit in Netzwerken auf unterschiedlichen Ebenen.

 

2020 haben 12.092 Menschen an Veranstaltungen der Evangelischen Trägergruppe teilgenommen: Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen, Bildungswegen und Lebenslagen sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Davon waren 59 % weiblich und 41 % männlich. Nach begründeter Schätzung der Seminarleiter*innen hatten 15,3 % der Teilnehmenden einen Migrationshintergrund und 2,1 % einen Fluchthintergrund.

 

Modellprojekte ermöglichen es der et, gezielt neue Ansätze, Methoden und Formate für die gesellschaftspolitische Jugendbildung zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Mit dem Projekt „Alles Glaubenssache?“ lädt die Evangelische Trägergruppe Jugendliche ein, über das Zusammenleben in einer Gesellschaft der Diversität und die Rolle von Religionen in unserer Demokratie ins Gespräch zu kommen. Als primärpräventives, demokratiebildendes Angebot stärkt es diejenigen, die extreme Ansprachen erkennen und sich aktiv dagegen zu Wehr setzen wollen. Im Projekt entstehen innovative Methoden und Lernräume, in denen Jugendliche demokratische Aushandlungsprozesse üben und eigene Positionen erproben können.